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Es ist nicht sehr sinnvoll, eine Homepage oder gar eine ganze Site (Website) einfach drauflos zu basteln. Dabei kommt nur ein chaotisches Durcheinander, insbesondere bei der Navigation und der Anordnung der Seiten heraus. Wollen Sie es richtig machen, müssen Sie planen. Bis ins Detail!

Zuerst machen Sie ein Grobkonzept. Dazu müssen Sie sich folgende und ggf. weitere ähnliche Fragen beantworten:
-> Welche Informationen sollen angeboten werden?
-> Wo kommen die Informationen her?
-> Was ist in Sachen Datenschutz zu beachten?
-> Welche Bilder stehen zur Verfügung, oder welche Möglichkeiten zur Beschaffung der Bilder bestehen?
-> Wer kann nicht nur jetzt sondern vor allem später weitere Informationen liefern?
-> Welche finanziellen Mittel stehen zur Verfügung? Stehen überhaupt welche zur Verfügung?
-> Wer entwirft, gestaltet und betreut die Präsentation?
-> Welche Software wird dafür benötigt und wie kann sie beschafft werden?
-> Wie läuft das überhaupt mit dem Präsentieren im Internet?

Nun, die Antworten insbesondere zu den beiden letzten Fragen werde Ihnen ich hier und auf den folgenden Seiten ein wenig näher bringen. Alles ausprobieren und Ideen entwickeln müssen Sie schon selbst. Wichtig ist die Klärung der anderen Fragen im Vorfeld. Die drittletzte Frage dürfte eigentlich auch schon beantwortet sein, da Sie derjenige sind, der sich für diese Sache interessiert und auch bereits einen Zugang zum Internet hat. Die Frage der Finanzierung ist bei Vereinen, insbesondere bei kleinen, immer so eine Sache. Wenn Sie auf eine eigene kurze Adresse (URL, eigene Domain) verzichten können und Sie auch ein Werbefenster nicht stört, können Sie die ganze Sache (mit Ausnahme der Telefonkosten) auch kostenlos haben.
Was, das glauben Sie nicht? Sehen Sie sich die Website der Dauerkolonie Mühlengrund e.V. an, aus der KleingartenWeb.de einmal hervorgegangen ist. In ihrer größten Ausdehnung hatte sie einen Speicherplatzbedarf von 10 MB, etliche Counter und Statistiken, Zugang zur Fairtrade-Börse, ein komfortables Gästebuch, Mitgliedschaft in einem Webring. Das hat mich und meinen Verein keinen einzigen Pfennig gekostet! Sicherlich habe ich mehr als etliche Stunden damit verbracht, das alles aufzubauen und im Internet, im Verein und anderswo zu recherchieren. Ich habe mir eine Digitalkamera zugelegt, mit verschiedener Software experimentiert und etliche Bücher und noch mehr Zeitschriften gekauft. Das hätte ich allerdings auch ohne die Präsentation gemacht; vielleicht nur nicht so intensiv. Damit Sie sich nicht ganz so sehr abmühen müssen, finden Sie hier alles in geballter Form.

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. Welche Informationen sollen angeboten werden?

Man könnte hier grob sagen, alles Mögliche zum Verein. Schauen Sie sich doch einmal auf den Seiten der anderen Vereine um. Dann überlegen Sie, ob Sie auch solche oder ähnliche Informationen anbieten können. Zwei Hauptgruppen an Informationen gibt es: 1. Informationen an alle interessierten Internetnutzer, 2. Informationen an Vereinsmitglieder. In jedem Fall ist das Internet öffentlich. Das bedeutet, daß keine vertraulichen Informationen gegeben werden dürfen. Wenn Sie einen Bereich abtrennen und mittels eines guten Paßwortschutzes sichern, können Sie durchaus auch interne Informationen für Ihre Vereinsmitglieder anbieten. Hier müssen Sie aber gut aufpassen und das Paßwort immer mal wechseln (z.B. mindestens jährlich auf der Jahreshauptversammlung das neue Paßwort bekanntgeben), denn schließlich verlassen ja auch mal Mitglieder den Verein.
Für eine aktive Website ist eine "Aktuelles"-Rubrik sehr wichtig. Sie sollte wirklich halbwegs aktuell sein und immer mal wieder den aktuellen Stand der Vereinsinformationen widerspiegeln. Ansonsten sollten Sie Ihren Verein und seine Aktivitäten vorstellen. Das sollte sich natürlich nicht auf Feste beschränken, denn sonst wird es schnell langweilig. Wichtig wäre neben den bereits abgeschlossenen und laufenden Aktivitäten, auch zukünftige Vorhaben zu erläutern. Vielleicht könnte es sich später einmal für die Spendenaquise von Vorteil erweisen. Interessant ist in solch einem Zusammenhang, welcher Nutzen bei diesen Aktivitäten über den Verein hinaus geschaffen wird. Gerade im Bereich Umwelt- und Naturschutz ist für einen Kleingartenverein ein großes Betätigungsfeld. Ganz besonders wichtig ist die Erläuterung, was ein Interessent machen muß, wenn er zu einer Parzelle und zur Mitgliedschaft in Ihrem Verein kommen will. Dies ist auch die mir bisher am häufigsten gestellte Frage. In der entsprechenden Rubrik habe ich auch versucht, sie zu beantworten. Sie jedoch können dies ganz präzise spezifisch für Ihren Verein darstellen, denn es gibt schließlich überall Unterschiede.
Eine kleine Bildergalerie zu bestimmten Themen wäre auch nicht schlecht. Achten Sie dabei jedoch darauf, daß der Besucher nicht gleich von mehreren riesigen Bilddateien erschlagen wird, wenn er auf den Link zur Bildergalerie klickt. Die Lösung ist eine Thumbnail-Vorschau, bei der der Besucher einen groben Überblick über die Bilder sowie über das Geschehen auf einem ihn interessierenden Bild erhält. Das ihn besonders interessierende Bild kann er dann anklicken und es sich in seiner vollen bytelastigen Größe auf den Bildschirm laden und in allen Details betrachten.
Wenn Sie weitere Ideen haben, schreiben Sie ruhig einmal an die Redaktion KleingartenWeb HTML-Mails werden gelöscht!.

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. Wo kommen die Informationen her?

In erster Linie aus Ihrem Verein. Die Beschlüsse der Mitgliederversammlungen und der Vorstandssitzungen sowie die Erlebnisse bei Veranstaltungen sind eine interessante Grundlage überwiegend für die Aktuelles-Rubrik. Dann können Sie in der Vereinschronik, in alten Protokollen und in anderen Unterlagen fündig werden. Gespräche über die anstehenden Vorhaben bzw. Details dazu erfahren Sie am Bestem im Gespräch mit dem jeweils zuständigen Vorstandsmitglied. Z.B. der Zuständige für die Gemeinschaftsarbeit kann genaue Auskünfte über die Details der nächsten Arbeitseinsätze geben. Falls Ihr Vereinshaus an einen Gastwirt verpachtet ist, ist auch dessen Speisekarte interessant.
Natürlich sollen auch Bilder nicht fehlen. Eine einfache, aber für das Internet völlig ausreichende Digitalkamera bekommt man bereits für 300,- DM. Natürlich geht es auch mit einer normalen Kamera. Dann muß man eben den Zwischenschritt des einscannens der Fotos einschieben.
Eine Seite wird erst durch grafische Spielereien richtig ansehenswert. Dazu gehört ein ansprechender Hintergrund ebenso wie Bullets, Pfeile oder Symbole und einiges davon vielleicht auch noch animiert. Dazu gibt es eine ganze Menge an Sammlungen auf CD-ROM’s, die man nutzen kann. Aber Achtung: Nur Bilder und Grafiken im JPG- oder GIF-Format können Sie benutzen oder Sie müssen sie in eines dieser beiden Formate konvertieren. Auch im Internet gibt es viele und zumeist kostenlose Sammlungen, die Sie nutzen dürfen. Wenn Sie auf irgend einer Seite im Net auf eine Grafik stoßen, die Ihnen besonders gefällt, können Sie diese herunterladen. Sie dürfen sie jedoch erst benutzen, wenn Sie den Besitzer um Erlaubnis gebeten haben und er sie Ihnen erteilt hat!
Hat Ihr Verein noch kein Logo, ist es jetzt übrigens höchste Zeit, eines zu entwickeln.

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. Was ist in Sachen Datenschutz zu beachten?

Private Angaben haben im Internet nur sehr sehr eingeschränkt etwas zu suchen. Listen von Mitgliedern, die mehr als den Namen und die Parzelle enthalten, schon garnicht. Grundsätzlich ist jede Liste eine heikle Angelegenheit und daher besser zu vermeiden.
Auch Telefonnummern dürfen nur von den Mitgliedern angegeben werden, die sich für den Verein engagieren und die auch angerufen werden sollen und wollen. Dies könnte z.B. der Vorsitzende sein oder der Öffentlichkeitsarbeiter. Das muß unbedingt geklärt werden.
Genauso verhält es sich mit E-Mail-Adressen, denn schließlich gibt es viele Spammer, die sich solch eine E-Mail-Adressensammlung für Ihren Mist zunutze machen. Privatadressen sind auch tabu, außer z.B. vom Vorsitzenden, wenn in der Satzung keine eigenständige Geschäftsadresse des Vereins festgelegt ist.
Geburtsdaten sollten nur bei den jeweiligen Geburtstagskindern genannt werden, wenn ihnen gratuliert wird. Auch hier gilt: möglichst nicht zu viele Daten. Eine Erna Meier, Parzelle 129, die am 14. Mai 70 Jahre alt wird, könnte ein Trickbetrüger leichter ausfindig machen, als die gleiche Erna Meier, wenn er z.B. 250 Parzellen nach ihr absuchen müßte. Bei Einbrechern genauso: im Winter würde er eher nach einer auszuräumenden Laube Ausschau halten; im Sommer nach der Wohnung der Jubilarin. Hier wird sicherlich auch der Sinn am deutlichsten, möglichst nicht zu viele zusammengehörige Daten anzugeben.
Etwas anders sieht es mit einem paßwortgeschützten Bereich aus, der nur den Mitgliedern zugänglich ist. Dort können auch weitere Daten angegeben werden; allerdings auch nur nach vorheriger Zustimmung der Betroffenen. Aber auch hier gilt: Listen, die jemand mißbrauchen könnte, haben hier nichts zu suchen.

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. Welche Bilder stehen zur Verfügung, oder welche Möglichkeiten zur Beschaffung der Bilder bestehen?

Am einfachsten ist natürlich: hingehen und knipsen! Für aktuelle Dinge ist dies selbstverständlich Usus. Die zuvor bereits erwähnte Digitalkamera oder auch die normale Fotokamera und dann zum digitalisieren ein Scanner, ist dazu die Grundvoraussetzung. Aber es gibt sicherlich noch Bilder aus der Historie des Vereins oder Urkunden. Die können mittels eines Flachbettscanners oder eines Einzugsscanners in den PC gebracht werden, egal wie alt sie sind.
Einen einfachen, aber für diesen Zweck völlig ausreichenden Flachbettscanner bekommt man bereits für rund 150,- DM. Das ist übrigens einen lohnende Anschaffung für einen Verein. Wenn man gelegentlich mal eine Kopie von einem Schriftstück machen will, braucht man nicht unbedingt einen Kopierer anschaffen. In diesem Fall tut es ein Kombination aus PC, Drucker und Flachbettscanner auch. Erst wenn größere Stückzahlen an verschiedenen Kopien ins Spiel kommen, lohnt sich ein eigner Kopierer.
Preisgünstige Laserdrucker gibt es inzwischen auch. Selbst mit einem Tintenstrahldrucker kann man ausreichende Ergebnisse erzielen. Hat man einen Farbtintenstrahldrucker, erzielt man sogar Farbkopien.
Für das Fotografieren braucht man noch nicht einmal unbedingt ein besonderes Fachwissen. Obwohl die Bilder bei entsprechender Berücksichtigung von fachlichen Spezifika sicherlich besser aussehen, wirken Sie bei einem Laien doch meistens natürlicher. Allerdings dürfte sich von selbst verstehen, daß man schon halbwegs die richtige Blende wählen sollte, Licht und Schatten beachten sollte und ein ruhigen Händchen auch nicht schaden könnte. Falls Ihnen das Fotografieren nicht so liegen sollte, findet sich ja vielleicht im Verein jemand, der das gut beherrscht. Es macht eh mehr Spaß, wenn sich mehrere Leute um die Sache kümmern. Mehrere Gehirne spucken einfach mehr Ideen aus, als nur eines.
Wenn im Vereinsbüro nicht ausreichend oder nicht die gewünschten historischen Bilder sind, hilft meistens eine Recherche bei den Mitgliedern. Aus manchen alten Schuhkartons quillt Erstaunliches hervor.
Auch der Speicherbedarf ist kein Problem. Wenn Sie die Bilder digitalisiert haben, passen sie auf jedes Computer-Speichermedium. Auf eine ZIP-Diskette oder gar auf eine CD-R oder CD-RW passen Tausende und aber Tausende von Bildern. Bei sehr hoher Auflösung sind es natürlich erheblich weniger, aber noch immer kein Problem im Platzbedarf. Bei einer normalen Fotokamera ist das alles schon etwas problematischer. Die Filme kosten doch ein wenig und die Entwicklung ist noch teurer. Die Filme sind zwar dünner als eine CD, aber als Rolle doch recht groß. Außerdem braucht man für die gleiche Menge Fotos, die auf eine CD raufgehen doch eine beachtliche Anzahl an Filmen.
Für regelmäßige Arbeiten ist also die Anschaffung einer Digitalkamera und zusätzlich eines Flachbettscanners eine gute Sache. Ich habe nur eine ganz einfache und billige Digitalkamera von FUJI. Für das Internet (geringe Datenkapazität, betrachten am Bildschirm) reicht diese völlig aus. Wenn ich doch mal ein hochauflösendes Bild benötige, benutze ich meine alte, robuste Spiegelreflexkamera von ZENIT. Je nach Bedarf mit Makro-, Weitwinkel- oder Teleobjektiv ausgestattet kann ich dann auch Bilder mit weitaus höheren Ansprüchen machen. Es muß also nicht unbedingt eine superhochauflösende Digitalkamera mit allem Schnickschnack für 2500,- DM sein. Auch wenn 2 Kameras mehr Platz im Schrank belegen (die Digitalkamera habe ich allerdings für Schnappschüsse immer bei mir), kommt man am Ende günstiger dabei weg.

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. Wer kann nicht nur jetzt sondern vor allem später weitere Informationen liefern?

Die wichtigste Quelle unerschöpflichen Sprudelns an Informationen ist der Vorstand. In seinen Sitzungen wird Aktuelles wie Zukünftiges entschieden oder vorbereitet. Hier kann man aus erster Hand erfahren, was wichtig ist. Hier kann man sich aber genausogut darüber abstimmen, was noch nicht verbreitet werden soll. Vor allem ist es wichtig, eine gemeinsame Meinung zu bilden und dann auch zu vertreten. Dies betrifft nicht nur die Veröffentlichung im Internet.
Es ist daher von großem Vorteil, wenn derjenige, der die Internetpräsentation macht, auch Mitglied des Vorstands ist oder wenigstens als Gast an den Sitzungen teilnehmen darf.
Weiterhin sollte man sich alles irgendwie Interessante aufschreiben. Vielleicht kann man es ja später einmal in Zusammenhang mit anderen Informationen verwenden. Das Gleiche gilt auch für die Fotos. Immer wenn sich eine Gelegenheit bietet, einfach knipsen. Insbesondere bei einer Digitalkamera ist dies einfach und billig.

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. Welche finanziellen Mittel stehen zur Verfügung? Stehen überhaupt welche zur Verfügung?

Keine Ahnung! Das müssen Sie schon selbst klären. Schön ist es natürlich, wenn der Verein die Ausrüstung und vor allem die laufenden Kosten trägt. Das wird aber eher selten sein. Es wäre schon sehr schön, wenn der Verein die Kosten für die Domain trägt und Ihnen die Telefon- und Providergebühren für den Upload erstattet. Letztere wenigstens pauschal und anteilig, denn Sie werden ja sicherlich nicht nur für den Verein im Internet surfen.
Die meisten Computerfreaks legen sich heutzutage eine Digitalkamera zu. Egal wie Sie sich einstufen: warum nicht auch Sie? Den PC haben Sie ja sowieso, den Drucker wahrscheinlich auch und auch ein Modem. Ein Scanner ist auch relativ häufig anzutreffen. Den Browser haben Sie auch und ein einfaches Programm zum Erstellen von Web-Seiten ebenfalls. Gute Voraussetzungen zum loslegen!
Sicherlich ist es schön, wenn auch der Verein eine gute PC-Ausstattung hat. Schließlich kann man die ganze Verwaltung darauf erledigen. Da kann man alle Schreiben erstellen und die Rechnungen automatisch oder wenigstens automatisiert erstellen. Da kann man sich aber auch gemeinsam im Vorstand die Entwürfe der WebSite anschauen. Vielleicht gibt der Verein ja auch einen Zuschuß zur Digitalkamera, falls er sie nicht ganz selbst bezahlt.

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. Wer entwirft, gestaltet und betreut die Präsentation?

In der Einleitung wurde dies schon angesprochen: Sie selbst sind wahrscheinlich derjenige der dies tun wird. Wenn nicht, gibt es vielleicht einen Computerfreak oder Computerfachmann oder wenigstens einen engagierten Computeranwender in Ihrem Verein, der dieses tun könnte. Natürlich muß nicht unbedingt eine einzelne Person das alles machen. Nein, insbesondere bei der Erstellung der Website ist Teamarbeit ganz wichtig. Es ist aber auch wichtig, daß jemand, der möglichst auch die Technik des Ganzen kennt, die Sache leitet und in die richtige Richtung lenkt. Zuerst müssen grobe Ideen gesammelt werden. Dann müssen die Aufgaben zur Materialbeschaffung verteilt werden. Hat man erst einmal einiges zusammen, dann sprudeln auch die Ideen für die Feinheiten.

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. Welche Software wird dafür benötigt und wie kann sie beschafft werden?

Für den Anfang reicht zum Erstellen der Seiten auf jeden Fall die Software, die Sie mit Ihrem Browser bereits kostenlos auf dem Rechner haben. Beim Netscape Communicator ist dies der Composer und beim Internet Explorer ist dies Frontpage Express. Beide Programme haben natürlich ihre Macken und bringen den Code nicht immer speicherplatzsparend in die neue Datei ein, können auch mit tiefergreifenden Dingen nur umständlich umgehen, genügen aber völlig, um eine Internetpräsentation aus mehreren Seiten zu erzeugen. Zur Feinbearbeitung und für die Erstellung von Framesets reicht der im Windows vorhandene Editor (z.B. Notepad) völlig aus. Natürlich benötigt man in diesem Fall Grundkenntnisse in HTML.
Für tiefergreifende Dinge kann man sich natürlich ein Programm zur Erstellung und Verwaltung ganzer Websites kaufen. Gute Programme kosten allerdings richtig viel Geld. Was die billigeren Programme können, können die kostenlosen meistens auch. Über das ganze Thema gibt es später mehr Informationen.
Die Bildbearbeitung hat einen großen Stellenwert bei der Erstellung einer Website. In der Regel gibt es zur Kamera Software dazu. Damit kann man die einfachen Sachen wie Verkleinern und Vergrößern, Änderung der Auflösung, Ändern von Helligkeit, Kontrast und Farbsättigung durchaus bewerkstelligen. Bei Fotos, die auch als solche präsentiert werden sollen, reicht das in den meisten Fällen aus. Für Spezialeffekte werden allerdings doch komplexere Programme benötigt. Ebenso für die Bearbeitung von Grafiken. Zum Beispiel für die Erstellung von Buttons. Oder für effektvolle Überschriften. Auch zu diesem Thema später mehr.
Zum Erstellen von Thumbnails können Sie das eine oder andere Programm ebenfalls benutzen. Am Besten geeignet erscheint mir allerdings Thumbs plus. Hier kann gleich eine komplette Seite im HTML-Code erzeugt werden. Man benötigt nur die Bilder in einem Verzeichnis, macht einige Einstellungen und schon wird der HTML-Code sowie die ganzen Thumbnails erzeugt. Man muß nur noch die Anpassung (z.B. Kopf- und Fußbereich) an das eigene Layout vornehmen. Recht praktisch und nicht sehr teuer (ca. 99,- bis 129,- DM, je nach Händler). Natürlich ist seine Hauptaufgabe, Bilderkataloge zu erzeugen, auch nicht zu verachten. Man bekommt einen sehr guten Überblick z.B. über die gesamten Bilder auf allen Laufwerken seines PC.
Nun muß die fertige Präsentation auch noch in das Internet gebracht werden. Das geht ganz gut mit dem kostenlosen Programm WS_FTP. Zwar kostet der Windows Commander von Christian Ghisler 40,- Schweizer Franken, aber das Geld ist sehr gut angelegt. Es ist ein Dateimanager im Norton-Commander-Stil, der sich erheblich besser bedienen läßt, als der Dateimanager oder der Explorer von Windows. Zusätzlich hat er jede Menge Funktionen, die so manches andere Programm alt aussehen lassen. Neben einer sehr guten Suchfunktion (auch in Archiven) und einem tollen Management mit und in gepackten Dateien der verschiedensten Formate, enthält er auch einen FTP-Client. Damit können Sie auf Ihrem Webserver arbeiten, als wäre es ein Laufwerk Ihres eigenen Computers. Wenn Sie mögen, können Sie Ihre gesamte Präsentation in einem Rutsch mit allen Unterverzeichnissen auf den Server kopieren. Oder Sie kopieren die Besucherstatistik vom Server auf Ihren PC. Geht wirklich prima.

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. Wie läuft das überhaupt mit dem Präsentieren im Internet?

Im Prinzip geht das recht einfach: Sie brauchen eine fertig erstellte Präsentation - eine Website - und Sie benötigen einen Speicherplatz im Internet, auf dem Sie die Website ablegen können, so daß sie jeder Surfer anschauen kann. Damit man die Website auch finden kann, benötigt sie eine Adresse - den URL (Uniform Ressource Locator). URL und Speicherplatz kosten natürlich Geld! Schließlich müssen die Adressen verwaltet werden, die Server gewartet werden und die Netzbetreiber haben die Leitungen ja auch nicht aus Jux und Tollerei gezogen. Für einen kleinen und finanziell nicht so gut ausgestatteten Verein bieten sich deshalb große Discount-Anbieter wie Strato, Puretec und so weiter an. Dort kann man unter den verschiedensten Angeboten wählen. Da gibt es eine Vollversorgung mit Speicherplatz und URL (z.B. www.verein.de) ab monatlich 10,- DM, oder nur ein URL für rund 5,- DM. Auch eine sogenannte Visitenkarte für etwa 2,- DM, die nur aus einer einzigen Seite besteht, ist möglich. Von der Visitenkarte kann man dann per Klick auf einen Link zur woanders abgelegten Website kommen. Wer weniger bezahlen möchte, für den gibt es die gleichen Angebote zum reduzierten Preis mit einem Werbefenster, welches sich einblendet, sobald ein Surfer die Adresse aufruft. Hinzu zu den genannten Preisen kommt eine einmalige Anmeldegebühr von mindestens 40,-/50,- DM. Kleinere Anbieter können natürlich nicht so großzügig kalkulieren, wie die großen Anbieter. Deshalb sind ihre Preise höher. Für einen kleinen Verein nicht unbedingt akzeptabel, wohl aber für Firmen, die spezielle Anforderungen haben oder einen speziellen Service benötigen. Diese Anbieter sind also trotz ihrer höheren Preise keinesfalls nutzlos.
Wer kein Geld ausgeben möchte oder kann und auch kein URL mit dem eigenen Namen des Vereins benötigt (z.B. www.vereinsname.de) oder wer z.B. zusätzlich zu seiner Visitenkarte Speicherplatz benötigt, kann sich den bei einem der kostenlosen Anbieter beschaffen. Der URL sieht dann vielleicht so aus: www.anbieter.com/home/speicherbereich123/vereinsname/. Ohne Geld geht das zwar auch nicht, aber das holt sich der Anbieter von seinen Werbekunden. Damit deren Werbung verbreitet wird, wird auch hier ein Werbefenster eingeblendet. Bei manchen Anbietern gibt es statt des Fensters ein Banner oder man kann zwischen beidem wählen. Manche Anbieter verlangen sogar auf jeder einzelnen Seite ein Banner. Die Auswahl ist riesig und der angebotene Speicherplatz reicht von wenigen hundert KB bist zu unbegrenzt (zumindest angeblich unbegrenzt). Für eine Vereinspräsentation reichen jedoch meistens 5 MB völlig aus.
Wenn Sie Ihre Website erstellen, versteifen Sie sich nicht von vornherein auf einen bestimmten URL! Viele Adressen sind bereits vergeben und daher kann es vorkommen, daß Sie eine Abwandlung Ihres Vereinsnamens benutzen müssen (z.B. www.vereinsname-online.de). Ob Ihr gewünschter Name noch frei ist, können Sie beim DENIC in der Whois-Datenbank nachfragen. Einen Namensgenerator, der Ihnen Vorschläge für die Wahl des URL liefert, finden Sie bei Puretec. Eine schier unerschöpfliche Zahl von kostenlosen Speicherplatz-Anbietern und anderen Dingen, die es kostenlos im Internet gibt, finden Sie bei kostenlos.de.
Haben Sie den entsprechenden Speicherplatz und eine kurze oder auch lange Adresse und haben Sie die Dateien der Website auf den Server geladen, muß die Website nur noch von den vielen Surfern im Internet gefunden werden. Sie können natürlich den URL auf das Schild am Eingang Ihrer Kleingartenanlage malen. Sie können und sollen sogar, den URL und die E-Mail-Adresse im Briefkopf des Vereins angeben. Aber das reicht nicht! Ihre private Telefonnummer findet sich im Telefonbuch Ihrer Stadt, günstigstenfalls auf einer CD-ROM über das Telefonnetz des ganzen Landes. Ein ähnliches Buch für das Internet gibt es nicht. Ansatzweise wird dies mit einigen Büchern versucht, sie stellen jedoch immer nur einen winzigen Ausschnitt des WWW dar.
Besser sieht es da schon mit den Suchmaschinen und Webkatalogen im Internet selbst aus. Das sind Websites, in deren Datenbank man seinen URL und ggf. weitere Daten einträgt. Jede beinhaltet zwar auch nur einen Ausschnitt des Internet und viele überlappen sich. Jedoch ist dies die einzige wirklich effektive Möglichkeit, auch in den Weiten des Web gefunden zu werden. Bei den Suchmaschinen kommt noch hinzu, daß sie in gewissen Abständen die Website immer wieder besuchen und so auch Änderungen in ihren Katalog aufnehmen können. Haben Sie mindestens in Ihre Startseite META-Tags eingefügt, läßt sich das ganz gut automatisieren.

Wenn Sie nun die grundlegenden Dinge geklärt haben und sich erste Materialien beschafft haben, geht es an die Erarbeitung des Feinkonzepts.

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