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Der Ordentliche Verbandstag 1999 der Berliner Kleingärtner beschloß diese Resolution:

Kleingärten für die Zukunft sichern

Der "Kleingarten 2000" ist die Notwendigkeit für die städtebauliche Ökologie, einer gesunden Umwelt und der sozialen Gemeinschaft.

Der Landesverband der Gartenfreunde und der heutige Landesverbandstag als Vertretung für 73.000 Kleingärtner im Land Berlin fordern von den politischen Parteien das konsequente Eintreten für die städtebauliche Sicherung und die Gestaltung der öffentlich zugänglichen Kleingartenanlagen als Teil der kommunalen Grünplanung und wohnungsnaher attraktiver Umgebung.

Die städtebauliche, ökologische und soziale Funktion der Kleingärten lassen sie auch im neuen Jahrtausend zeitgemäß sein.

Auch Kleingartenanlagen unter 3 ha dürfen nicht weiterhin durch städtebauliche und finanzpolitische Fehlplanungen und durch Bodenspekulation Räumungsoper werden.
Die Kleingartenbewegung wird auch in Zukunft geschlossen wie eine Bürgerinitiative ihre berechtigten Belange gegenüber Politikern, privaten Gesellschaften und Verwaltungen vertreten.

Kleingärten stellen einen notwendigen Ausgleich zu den Mängeln im Wohnumfeld dar, besonders in den Großstädten, wo sie ein Stück Natur vermitteln, Ausgleich für die häufig einseitige Berufstätigkeit sind, die Gesundheit der Bevölkerung fördern und als Lebensraum für Pflanzen und Tiere die Erlebniswelt für Kinder sind. Insoweit erfüllen sie auch Aufgaben des Natur- und Umweltschutzes.

Die Berliner Gartenfreunde werden auch in der Zukunft ein wichtiger Bestandteil der Freizeitgesellschaft sein. Sie wollen mit ihren Kleingartenanlagen einen aktiven Beitrag

  1. zur Verbesserung des Stadtklimas,
  2. für sichere Spielräume der Kinder,
  3. für Geborgenheit einer sozialen Gemeinschaft, in der auch Arbeitslose und Frührentner noch gebraucht werden und
  4. für die natürliche Entspannung der Berufstätigen und
  5. als Brücke zur Natur für den Stadtmenschen
leisten.

Kleingärten erhöhen den Lebenswert in unserer Bundeshauptstadt und sind in ihrer jetzt bestehenden Gesamtheit auf Dauer zu erhalten. Wir fordern ihre kurzfristige planungsrechtliche Sicherung.

Deshalb fordern wir auch für die jetzt im FNP 94 nicht gesicherten Kleingartenanlagen eine Schutzfrist bis zum Jahr 2014, damit zwischenzeitlich geplante Vernichtungen von Kolonien nicht mehr verwirklicht werden.

Den Kleingärten gehört die Zukunft in dieser Stadt.

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