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AUS DIE LAUS
16.06.2004
BDG rät: Mit Nützlingen und sanften Methoden Blattläuse umweltgerecht bekämpfen
Das warme Wetter in den vergangenen Wochen hat zu einer massenhaften Vermehrung von Schädlingen geführt. Vor allem vor Blattläusen scheint derzeit kein Garten und kein Balkon verschont zu bleiben. Der Bundesverband Deutscher Gartenfreunde (BDG) rät, die saugenden Schädlinge der Umwelt und den Pflanzen zuliebe mit sanften Methoden zu bekämpfen.
Durch das Saugen der Läuse werden die Pflanzen geschwächt, Triebe verkümmern, Knospen fallen ab. Zudem sind Blattläuse durch ihre klebrigen Ausscheidungen - dem so genannten Honigtau - Wegbereiter für Rußtaupilze. Und schließlich übertragen sie für die Pflanzen gefährliche Viren.
"Die beste Vorbeugung gegen Blattläuse ist: Halten Sie Ihre Pflanzen gesund und fördern Sie Nützlinge", rät Jürgen Sheldon, Fachberater des BDG. Ausreichend mit Nährstoffen, Wasser und Licht versorgte Pflanzen sind weniger anfällig für Blattläuse und überstehen auch einen mäßigen Befall. Natürliche Feinde der Sauger sind Florfliegen, Schwebefliegen, Marienkäfer, Schlupfwespen und deren Larven. Diese lassen sich zum Beispiel von blühenden Blütenpflanzen oder Bienenweiden anlocken. Um Blattläuse von Obstbäumen fernzuhalten hat es sich bewährt, die Baumscheiben mit Kapuzinerkresse zu bepflanzen. Wer im Kleingarten oder Freiland Gemüse anbaut, kann die Pflanzen mit einem Kulturschutznetz abdecken. Empfehlenswert ist der Anbau von blattlaustoleranten Salatsorten oder von roten Sorten - diese werden von den Läusen schwerer "entdeckt". Zudem hilft regelmäßige Kontrolle und sofortiges Beseitigen, einen massenhaften Befall zu vermeiden. "Am besten ist es, die entdeckten Läuse gleich ! zu zerdrücken - auch wenn es unappetitlich wirken mag", sagt Sheldon.
Sind die Pflanzen bereits total verlaust, müssen andere Methoden her: Läusekolonien an Sträuchern oder Rosen können mit einem scharfen Wasserstrahl weggespritzt werden. Stark befallene Triebe einfach abschneiden. Ein bewährtes Hausmittel ist das Besprühen der Pflanzen mit einer selbst gemischten Brühe aus 150 bis 300 Gramm Schmierseife (keine Haushaltsseife, sondern reine Kali-Seife aus der Apotheke oder Drogerie!) und zehn Litern heißem Wasser. Der BDG weist jedoch darauf hin, dass seit der Novellierung des Pflanzenschutzgesetzes Privatleuten oder Kleingärtnern der Einsatz solcher selbst gemischter Pflanzenschutzmittel verboten ist und als Ordnungswidrigkeit geahndet werden kann.
Auch der Fachhandel hält eine Reihe von Produkten bereit. "Abzuraten ist aber von allen Mitteln, die auch die Feinde der Blattläuse schädigen", sagt Sheldon. Nützlingsschonend und weitgehend umweltverträglich sind zum Beispiel Mittel auf Kaliseifen-, Rapsöl- oder Fettsäurebasisbasis. "Zur chemischen Keule sollten verantwortungsbewusste Gartenfreunde am besten gar nicht greifen", mahnt Sheldon.
 

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LAUBE STATT ARZTPRAXIS
07.06.2004
(BDG) "Garten und Gesundheit" ist das Motto eines studentischen Wettbewerbs, zu dem der Bundesverband Deutscher Gartenfreunde (BDG) aufruft. Honoriert werden wissenschaftliche Arbeiten, die sich mit der therapeutischen Wirkung von Kleingärten auf den Menschen auseinandersetzen. Der Bundeskleingartenpreis 2005 ist mit insgesamt 2.800 Euro dotiert.
Kleingärtner wissen es aus eigener Erfahrung: Pflanzen, Jäten und Umgraben hat eine positive Rundumwirkung - sowohl für den Körper als auch für die Seele. Ein Garten bedeutet Bewegungsausgleich und Fitnesstraining, Entspannen im Grünen, gesunde Ernährung aus dem eigenen Beet, soziale Kontakte zu Nachbarn und Gleichgesinnten.
Wenige Untersuchungen haben sich bislang umfassend mit der gesundheitlichen Bedeutung von Kleingärten beschäftigt. Als Dachverband der mehr als 15.000 Kleingartenvereine in Deutschland ruft der BDG junge Wissenschaftler auf, die physischen, psychischen und sozialen Komponenten des Thematik "Garten und Gesundheit" näher zu untersuchen. Zudem sollen Zusammenhänge zwischen Gartennutzung und therapeutischer beziehungsweise prophylaktischer Wirkung beleuchtet werden.
Der Bundeskleingartenpreis 2005 richtet sich an Studierende, Diplomanden/innen sowie Doktoranden/innen der Studienrichtungen Medizin, Pharmazie, Natur-heilkunde, Gartenbauwissenschaft und Landschaftsarchitektur. Eingereicht werden können abgeschlossene Hochschularbeiten oder erste Forschungsergebnisse, die alleine oder im Team erarbeitet wurden. Abgabetermin ist der 1. September 2005. Die drei besten Arbeiten werden mit insgesamt 2.800 Euro prämiert.
Weitere Informationen und Auslobungsunterlagen unter www.kleingarten-bund.de.
 

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GROSSE LOBBY FÜR KLEINE GÄRTEN
11.05.2004
(BDG) Kleingärten liegen im Trend, sind aber häufig in ihrem Bestand bedroht/ Neue Seminarreihe zeigt Kleingärtnern, wie sie sich wehren können
Einstmals als spießig belächelt, werden Kleingärten zunehmend von jungen Familien mit Kindern (wieder-)entdeckt. Doch der Trend zum Laubenglück ist nicht ungetrübt - viele Gartenkolonien sind gefährdet und drohen zu verschwinden. Bewusstseinsbildung tut Not. Wie das funktionieren kann, zeigt eine neue Seminarreihe des Bundesverbands Deutscher Gartenfreunde (BDG).
Mehr als vier Millionen Menschen in Deutschland erfreuen sich an den grünen Inseln im Häusermeer, Tendenz steigend. "Die Wahrnehmung der kleinen Gärten hat sich geändert", beschreibt Theresia Theobald, Geschäftsführerin des BDG, den Trend: "Die eigene Parzelle ist in den Rang einer Wohlfühloase aufgestiegen. Gartenarbeit wird als etwas Sinnliches erfahren, das Körper und Geist aufleben lässt. Kleingärten stehen heute für ein Lebensgefühl, das unter dem Schlagwort "Wellness" oft teuer erkauft werden muss. Die eigene Parzelle hingegen ist für jeden erschwinglich. Das macht Kleingärten zu etwas Besonderem und Bewahrenswertem."
Kleingartenanlagen stehen unter dem Schutz des Bundeskleingartengesetzes. Dies ermöglicht Pachtzinsen, die weit unterhalb aller Marktkonditionen liegen. Genau deswegen gibt es aber immer wieder Streit um Sinn und Notwendigkeit der Kolonien.
"Mit jedem Garten, der verschwindet, geht ein Stück Lebensqualität verloren und ein Ort des Ausgleichs - auch und gerade für sozial Schwächere", sagt Theresia Theobald. Wo andere Verbände mit professioneller Lobbyarbeit kontern könnten, sind die 15.000 Kleingartenvereine auf das ehrenamtliche Engagement ihrer Mitglieder angewiesen. Um diesen das nötige Handwerkszeug an die Hand zu geben, bietet der BDG als Dachverband, Partner und Ansprechpartner aller Kleingärtner eine neue Seminarreihe "Öffentlichkeitsarbeit" an.
"Wir wollen vermitteln, auf welchen Wegen Politiker, Kommunalverbände und die breite Öffentlichkeit erreicht und sensibilisiert werden können", erläutert Theresia Theobald. "Kleingärten sind notwendig und unverzichtbar für das Zusammenleben in unseren Städten. Das müssen wir nach außen tragen." Drei Tage lang geht es unter anderem um die Zusammenarbeit mit Medien, Strategien wirksamer Öffentlichkeitsarbeit oder Grundlagen des Marketings. Die Veranstaltung richtet sich an Mitglieder von Kleingärtnervereinen.
"Öffentlichkeitsarbeit", 14. bis 16. Mai 2004, Ramada-Treff Plaza Hotel Kassel Baumbachstraße 2 / Stadthalle , 34119 Kassel, Anmeldung und Infos unter Tel. 069 - 5 48 25 52 (Landesverband Hessen der Kleingärtner) bzw. 030 - 30 20 71 40 (Bundesverband Deutscher Gartenfreunde).
 

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VISION KLEINGARTEN
21.03.2003
(BDG) Seit fast 200 Jahren gibt es die Idee des Kleingartens, seit 80 Jahren den Bundesverband Deutscher Gartenfreunde e.V. als Interessenvertretung der Kleingärtnerinnen und Kleingärtner. Von Anfang an hatte die Bewegung der Kleingärtner einen sozialen Auftrag: Menschen, die sich kein eigenes Haus mit Garten leisten konnten, sollten Zugang haben zur Natur. Und - damals ganz wichtig - sie sollten Lebensmittel anpflanzen können und damit die Haushaltskasse entlasten. Was heute für Kleingärtner wichtig ist, darüber diskutiert der Bundesverband am kommenden Wochenende.
Einen eigenen Garten zu haben ist und bleibt attraktiv für Millionen von Menschen. Ein Stückchen Erde bearbeiten zu können und sich an der frischen Luft zu bewegen steigert - gerade in Großstädten - die Lebensqualität, damals wie heute.
Andere Gründe für den Wunsch nach einem Platz im Grünen haben sich im Lauf der Jahre gewandelt. Kleingärtnerinnen und Kleingärtner pflanzen heute Obst und Gemüse eher deswegen an, weil es gesund ist und Freude bereitet, der finanzielle Aspekt spielt dabei eine untergeordnete Rolle. Der soziale Auftrag steht allerdings für die Menschen, die in zahlreichen Kleingartenvereinen organisiert sind, immer noch im Vordergrund: etwa die Integration ausländischer Mitbürgerinnen und Mitbürger, Arbeitsloser, Alleinerziehender und Rentner. Außerdem: Wo können Kinder gefahrlos spielen und erfahren, daß Bohnen nicht nur aus der Tiefkühltruhe kommen und Birnen nicht in Dosen wachsen?
Wie kann der Bundesverband mit seinen 1,1 Millionen Mitgliedern auf diese gesellschaftlichen Veränderungen reagieren? Wie kann er das Engagement der Kleingärtnerinnen und Kleingärtner weiter fördern? Wie kann er die Idee des Kleingartens weiter entwickeln und politisch vertreten?
Ein lebendiger Verband muß sich von Zeit zu Zeit selbst überprüfen und seine strategischen Ziele neu ausrichten. Er muß nicht nur Entwicklungen begleiten und kommentieren, sondern auch Visionen entwickeln. Das tut der Bundesverband Deutscher Gartenfreunde am 21. und 22. März in Braunschweig.
Damit der Traum vom eigenen Garten auch in Zukunft für Millionen von Menschen Wirklichkeit wird.
 

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NATURNAHE GÄRTEN FÖRDERN DIE ARTENVIELFALT
13.03.2003
(BDG) Das Frühjahr steht vor der Tür, der Garten ruft. Im Trend liegen dieses Jahr naturnah gestaltete und bewirtschaftete Gärten nach dem Vorbild alter Bauerngärten. Sie gefallen nicht nur durch ihre Buntheit, sie fördern auch die Artenvielfalt und verhindern den Griff zur chemischen Keule.
Die Sonne entwickelt wieder ihre warme Kraft, die Tage werden deutlich länger und locken zum Frühjahrsputz ins eigene grüne Kleinod. Also: raus an die frische Luft, rein in den Garten.
Naturnahe Gärten liegen derzeit im Trend. Sie fördern die Artenvielfalt und lassen Chemie weitgehend überflüssig werden. Nicht nur vielfältige Blumen sowie Obst- und Gemüsesorten, sondern auch Tiere haben dort ihren Platz. Nach dem Vorbild alter Bauerngärten leuchtet es bunt und kreucht und fleucht im Unterholz. Und der Aufwand ist gar nicht groß:
Lassen Sie Platz für naturbelassene Ecken. Neben dem Komposthaufen können sich zum Beispiel ruhig ein paar Wildkräuter ausbreiten. Sauerampfer oder Gänseblümchen etwa sind überdies sehr schmackhaft als Beilage im Salat.
Lassen Sie Nützlinge im Garten ihre Arbeit verrichten. Sie werden ohne Chemie auskommen und können den ganzen Sommer über interessante Beobachtungen machen. Es gibt viele Möglichkeiten, Unterschlupf und Nistplätze für Kleingetier anzubieten. Totholzhaufen, also Reisighaufen, dienen Kröten und Igeln als Unterschlupf, gleichzeitig bieten sie Vögeln, die am Boden nisten, einen Brutplatz. Insektenwände etwa aus Bambusröhren halten Solitärbienen oder Schlupfwespen in ihrem Garten. Beide sind nützliche Helfer: beim Bestäuben der Obstbäume oder Vertilgen von Schädlingen.
Mischkulturen schützen ihre Pflanzen vor Schädlingsbefall. Ringelblumen neben ihrem Blattsalat halten Blattläuse fern. Möhren schützen Zwiebeln vor Zwiebelfliege und Lauchmotte oder Radieschen vor Erdflöhen.
Bringen Sie Farbe in Ihren Garten durch Gemüse mit Ziercharakter. Das sieht nicht nur schön aus, es schmeckt auch gut. Toskanischer Palmkohl, roter Grünkohl, Brokkoli und Minarettkohl bringen Farbe auf Beet und Teller. Bunter Mangold in Pink, Rot, Weiß, Dunkelgrün und Gelb ist dekorativ und schmeckt delikat.
Noch mehr Tips rund um den Garten gibt es auch beim Bundesverband Deutscher Gartenfreunde e.V. auf der Internationalen Gartenausstellung in Rostock, die in wenigen Wochen eröffnet wird. Der BDG ist mit einem Ausstellungspavillon vor Ort.
 

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